Guía para el cultivo de marihuana (interior)

Cannabis unter freiem Himmel anbauen: Der Outdoor-Grow hat signifikante Vorzüge, wie zum Beispiel die hohen Erträge zu vergleichsweise geringen Kosten für den Anbau.

Mutter Sonne wird ihre bereitgestellte Energie jedenfalls nicht in Rechnung stellen. Im Umkehrschluss ist man jedoch beim Cannabis Anbau im Freien, allen Launen der Natur ausgesetzt. Daher sind gute Kenntnisse der lokalen Klimabedingungen genauso wichtig wie die Vorbereitung auf mögliche Wetterkapriolen.

Da das Wetter auch maßgenlich für Beginn und Ende des Outdoor-Grows ist, werden wir darauf nochmal genauer zu sprechen kommen.

Diese Schritt für Schritt Anleitung zum Cannabis outdoor anbauen, ist voller Tipps für den perfekten Grow-Prozess mit hohen Erträgen in guter Qualität!

Cannabis outdoor anbauen – Was wird benötigt?

  • Ein sonniges und ungestörtes Plätzchen
  • Gute Cannabis Samen
  • Substrate und Düngemittel
  • Töpfe in geeigneter Größe (ab 25l aufwährts) oder vorbereiteter Boden
  • Messgeräte für pH-Wert und EC-Wert
  • Insektizide & Fungizide
  • Ggf. ein Mini-Gewächshaus
  • Pflanzenstäbe 1,5 – 1,8 m
Anleitung Cannabis Anbau outdoor

1. Der geeignete Platz für den Outdoor-Grow – Die Vorraussetzungen

Logischerweise steht und fällt das gesamte Projekt mit einer tauglichen Location. Welche Bedingungen der Platz für den Anbau erfüllen sollte, möchten wir hier mal kurz aufführen.

  1. Abgelegenheit ist enorm wichtig, da wir ja nicht die Aufmerksamkeit Dritter auf uns ziehen möchten. Hierbei sollte beachtet werden, dass man nicht nur vor neugierigen Blicken geschützt anbauen sollte, sondern auch die in der Blütezeit entstehenden Düfte nicht in die Nase von Unbeteiligten gelangen sollte. Eine Faustregel besagt, dass man einen Radius von 300 Metern zu möglichen Passanten wahren sollte, um save zu sein.
  2. Jede Menge Sonne. Da die Erträge der Pflanzen mit zunehmender Sonneneinstrahlung gesteigert werden, sollten die Pflanzen vom Sonnenaufgang an, bis hin zum Sonnenuntergang, uneingeschränkt mit Sonnenlicht bestrahlt werden können.
  3. Schutz vor den Launen der Natur. Eine regelmäßige Brise ist gut für die Pflanzen, da sie durch leichte Winde stabil wachsen und zugleich auch vor Schimmelbildung geschützt sind. Auch ohne Wasser werden die Pflanzen nicht besonders alt. Sollte es jedoch mal vorkommen, dass es Mutter-Natur mal zu gut mit uns meint, sollte man darauf vorbereitet sein. Nahegelegene Bäume oder Sträucher bieten Schutz vor Umwelteinflüssen wie stärkerem Wind oder Regen. Natürlich darf diese Schutzfunktion nicht im Konflikt zur maximalen Sonneneinstrahlung stehen. Hier gilt angemessener Schutz ohne Schatten!
  4. Sicherheit! Ein eingezäuntes Areal bietet nicht nur Schutz vor diebischen Liebhabern deiner Pflanzen, sondern hält dir auch gefräßige Vierbeiner vom Hals. Das ist z.B. auch auf Balkonen oder Terrassen relevant, wo für ausreichenden Sichtschutz gesorgt sein muß.

2. Anbau im Boden oder Anbau in Töpfen

Je nach dem welchen Ort man zum Anbau seiner Cannabis Pflanzen gewählt hat, entscheidet sich ob die Pflanzen im Boden, oder in Töpfen gezüchtet werden sollen. Wir möchten den Vorgang beider Szenarien bis zum Einsetzen des Samens kurz belschreiben.

Cannabis Pflanzen wachsen und gedeihen am besten in nährstoffreicher Muttererde, die z.B.mit Lavastein, Wurmhumus oder Guano angereichert werden kann. Aus dem Grund gehen wir in diesem Artikel auch ausschließlich auf den Anbau in Erde ein.

Über die Qualitätsansprüche die wir an die Erde zum Anbau von Cannabis haben, gibt es in unserem Artikel zum Indoor-Anbau ausführlicheres zu lesen. Die Passage des Artikel findest du hier!

Outdoor-Grow | Cannabis Pflanzen im Boden anbauen

Der Boden, in dem die Pflanze später majestätisch heranwachsen soll, muss entsprechend vorbereitet werden. Im Detail bedeutet das folgendes:

  1. Buddeln, es muß ein Loch in angemessener Größe ausgehoben werden. Ähnlich wie beim Anbau in Töpfen, entscheidet die Größe und Tiefe des Lochs über das Wachstumspotential der Pflanzen. Als Grundregel gilt, dass 1/3 einer Pflanze unter der Erde, und 2/3 über der Erde wächst. Je tiefer also das Wurzelwerk wachsen kann, desto größer kann auch die Pflanze werden.
  2. Stopfen! Nun muß das Loch mit nährstoffreicher Erde gefüllt werden. Je nach Qualität der vorhandenen Erde, kann der Aushub mit Nährstoffen angereichert und zum Befüllen wiederverwertet werden. Sofern der Aushub eher aus Erde von schlechter Qualität besteht, empfiehlt es sich ein paar Euro in die Hand zu nehmen und dem Growshop seines Vertrauens einen Besuch abzustatten. Hier erhält man dann das geeignete Substrat, mit dem das Loch in dem Boden gefüllt werden kann.
  3. Es ist wichtig, dass beim Füllen des Erdlochs auf eine gute Dränage geachtet wird. Das bedeutet im Klartext, dass während des Füllens auf lockere Erde geachtet wird, um den Boden nicht zu stark zu verdichten. Zusätzlich kann man mit Hilfe von Perliten für ein aufgelockertes Erdreich sorgen. Für eine gute Dränage arbeiten Profis u.a. mit einem Kiesbett oder Dränagerohren.

Outdoor Grow | Cannabis Pflanzen in Töpfen anbauen

Wenn man für den Cannabis Anbau im Freien nur einen Balkon oder Terrasse zur Verfügung hat, müssen die Pflanzen natürlich in Töpfen angebautwerden. Hier werden pro Pflanze jeweils ein kleiner Topf zum Anziehen der Pflanze und ein großer Topf für den gesamten Grow-Prozess benötigt.

Bei dem kleinen Topf reicht ein Fassungsvermögen von unter einem Liter vollkommen aus, da die Pflanze lediglich die ersten 14 Tage darin verbringen wird.

Die großen Töpfe betreffend, gilt das das Motto „Size matters“, je größer der Topf, desto größer wird die Pflanze. Ist das Ziel eine größtmögliche Pflanze zu züchten, darf auch gern zu einem 150l Topf gegriffen werden. Hier sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

Auf der anderen Seite kann mit der richtigen Topfgröße, auch das Pflanzenwachstum den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. Schließlich soll so eine Pflanze ja nicht meterweit über den Balkon, oder den Sichtschutz einer Terrasse hinauswachsen.

Nachdem die passenden Töpfe am Start sind, gilt es sie mit nährstoffreicher Erde zu befüllen. Die bekommt man am besten im Growshop seines Vertrauens.

3. Düngemittel und Nährstoffe für den Cannabis Anbau outdoor

Bei der Anwendung von Düngemitteln unterscheiden wir zwischen organischem und mineralischem Dünger. Für den Cannabis Anbau im Freien wird organischer Dünger, w.z.B. Algen oder Liquid Humus bevorzugt verwendet. Diese sollten aufgrund der kürzeren Haltbarkeit, nach dem Öffnen unbedingt kühl gelagert werden.

Im Allgemeinen ist das Thema Pflanzendüngung sehr umfangreich, daher möchten wir zunächst nur auf die erforderliche Basis eingehen. Folgende Nährstoffe und Vitamine gehören ins Düngeregal:

  • Wurzelstimulator
  • NPK Dünger (Wachstum)
  • NPK Dünger (Blüte)
  • PK Booster 

Diese vier Basis-Düngemittel allein, ermöglichen eine ertragreiche Ernte!

Die meisten Düngemittelhersteller bieten Starterkitts an, in denen alle erforderlichen Düngemittel für den kompletten Anbau im Freien enthalten sind.

Folgendes gilt für die Düngung von Cannabispflanzen allgemein: Sollte das Blattwerk heller werden, muß die Düngedosis erhöht werden. Färbt es sich dunkel, sollte die Düngung runtergefahren werden. Auch das Aufrichten der Blattränder ist ein deutliches Zeichen für Überdüngung. 

Die angewandten Düngemengen sollten immer in einem Düngeplan protokolliert werden. So kann jeder Grower individuell seine optimalen Düngemengen ermitteln.

Schritt 1 – Cannabis Anbau outdoor | Wann wird eingepflanzt?

Um den optimalen Zeitpunkt zum Setzen des Samens bestimmen zu können, ist es wichtig, sich mit Klima und Jahreszeiten seiner Region genau auszukennen.

Damit eine Cannabispflanze unter freiem Himmel gut heranwachsen kann, sollte der Boden die Temperatur von 12°C nicht unterschreiten und die Außentemperatur sollte mindestens 16° betragen. Um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten, darf die Pflanze keinen zu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden.

Daher empfiehlt es sich, lieber etwas später zu pflanzen, als versehentlich zu früh.

Während man hier auf Mallorca bereits Mitte April die ersten Pflanzen setzen kann, ist es in nördlicheren Regionen besonders wichtig, den klimatischen Verlauf der Jahreszeiten gut abzuschätzen. Je weiter man vom Äquator entfernt ist, desto später kann der samen gesetzt werden.

Sobald die Tagezum Herbst beginnen kürzer zu werden, beginnen die Pflanzen die Blütephase einzuleiten.

Für bestmögliche Erträge sollte der Zeitraum zwischen dem Einpflanzen und dem einleiten der Blütephase so lang wie möglich sein.

Schritt 2 –Cannabis Anbau outdoor | Das Keimen & Anziehen der Pflanzen

Sofern man nicht mit Stecklingen, sondern mit Samen arbeitet, müssen diese zunächst zum Keimen gebracht werden, wie das am besten funktioniert, haben wir in diesem Artikel ausführlich und mit Bildern beschrieben.

Wenn du dich dazu entschieden hast, deine Samen in Erde keimen zu lassen, so wie wir es ja empfehlen, dann sollten sich deine Cannabis Samen inzwischen in den kleinen Töpfen befinden. Nun muss nur noch entschieden werden, wo die Töpfe am besten stehen sollten.

Der beste Ort zum Vorziehen der Pflanzen ist ein Mini-Gewächshaus, da ein ideales Ambiente von 80 – 90% Luftfeuchtigkeit gehalten werden kann. Unter diesen Bedingungen können sich die jungen Sprösslinge optimal entwickeln.

Auch wenn einem ein solches Mini-Gewächshaus nicht zur Verfügung steht, sollten die Pflanzen auf jeden Fall im geschlossenen Raum, sicher vor Insekten oder anderen Fressfeinden, angezogen werden.

Hier werden die Pflanzen die kommenden 10 bis 14 Tage verbringen, bis sie stabil und gesund sind. Zu diesem Zeitpunkt haben sie für gewöhnlich das zweite bis dritte Blattpaar entwickelt.

Die optimale Bewässerung setzt tägliche Kontrolle voraus. Die Erde sollte immer feucht, jedoch nicht zu nass sein. Zur Qualität des Wassers haben wir in unserem Indoor-Grow-Artikel ein paar wertvolle Zeilen verfasst, den entsprechenden Abschnitt findest du hier!

Pflanzendüngung ist in diesem Zeitraum noch nicht zwingend erforderlich. Lediglich ein Wurzelstimulator sollte den Pflanzen als Flüssigdünger oder als Spray zugeführt werden. Weniger erfahrenen Growern empfehlen wir die Angaben des jeweiligen Herstellers als Richtwert zu nehmen.

Sobald die Pflanzen stabil sind, können sie in die großen Töpfe, oder in die Erde umgepflanzt werden.

Schritt 3 – Cannabis Anbau outdoor | Die Wachstumsphase

Die Pflanzen wurden erfolgreich umgepflanzt und befinden sich somit an ihrem Bestimmungsort.

1. Pflanzen wetterfest machen

Im aktuellen Stadium sind die Pflanzen noch recht fragil und könnten daher von gewissen Witterungseinflüssen leicht übermannt werden. Um sie vor Wind und starkem Regen zu schützen, sollten sie von Beginn an mit Pflanzenstäben gestützt werden.

In der Länge sollten die Pflanzenstäbe der potentiellen Wuchshöhe der Pflanzen angepasst werden. In den meisten Fällen fährt man mit 1,5 m bis 1,8 m sehr gut.

Die Pflanzenstäbe werden, wie man es sich denken kann, nahe dem Pflanzenstiel in die Erde gesteckt. Zum Anbinden des Pflanzenstiels findet man im Gartencenter diverse Produkte, zur Not klappt es aber auch mit einem einfachen Stück Draht.

2. Schutz vor Schädlingsbefall

Sobald die Pflanzen wetterfest sind, müssen sie noch vorsorglich vor Schädlingsbefall geschützt werden. Hier gibt es Allgemein-Insektizide, die z.B. als Spray, oder als Beimischung zur Erde angewedet werden können.

Wir empfehlen immer die Anwendung von organischen Insektiziden vor der Verwendung von chemischen Produkten!

Niembaumöl oder Brennnessel-Extrakt können z.B. in Form eines Sprays angewendet werden. Als Beigabe zur Erde empfiehlt sich u.a. Kieselgur (Mineral aus mikroskopisch kleinen Algen) oder MealFrass. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein organisches Produkt, das wie eine Schädlings-Impfung funktioniert.

Auch der Düngelinie können bestimmte Präparate beigefügt werden, die die Zellstoffwände der Pflanzen stärken und sie somit widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen machen.

Hierzu verwendet man z.B. Silikate, die neben der Düngewirkung, den Pflanzen zusätzlich zu einer festeren Zellstruktur verhelfen.

3. Schutz vor Pilz- und Schimmelbefall

Auch beim Cannabis Anbau im Freien, kann es bei bestimmten Witterungsverhältnissen zum Befall von Schimmel oder Pilzen kommen. Auch hier sollten die Pflanzen mit organischen Produkten vorsorglich behandelt werden.

Die entsprechenden Produkte sollte man inkl. Beratung in dem Growshop seines Vertrauens erhalten.

4. Pflanzendüngung

Bis Mutter Natur die Blütephase einleitet, wird auf Wachstum gedüngt. Welche Produkte hier im einzelnen verwendet werden, ist eine Glaubensfrage. Die eigenen Erfahrungen des Growers, bzw. die Empfehlungen des Fachmanns, sind die Grundlage für die Auswahl der Düngemittel.

Grow-Foren können zusätzlich genutzt werden, um die Erfahrungswerte anderer Grower beim Zusammenstellen der Düngelinie mit einfließen zu lassen.

Was die Düngemengen betrifft, sollten die Angaben des Herstellers als Richtwert genommen werden. Da eigene Erfahrungswerte beim Düngen das A und O sind, ist das Führen eines Düngeprotokolls zu empfehlen.

Logischerweise muß das Pflanzenbild regelmäßig auf Über- oder Unterdüngung geprüft werden. Die wichtigsten Infos dazu, hatten wir ja bereits unter Punkt 3. beschrieben.

5. Beschneiden der Cannabis Pflanzen

Es gibt gängige Techniken der Pflanzenbeschneidung, die zur Förderung der Blütenproduktion beitragen.

Einen fixen Zeitpunkt an dem die Pflanzen beschnitten werden sollten gibt es nicht. Jeder Grower hat hier sein eigenes Erfolgsrezept.

In unserem Beitrag Cannabis Pflanzen richtig beschneiden gehen wir ausführlich auf verschiedene Methoden & Techniken der Pflanzenbeschneidung, dessen Effekt und den entsprechenden Zeitpunkt ein.

Schritt 4 – Cannabis Anbau outdoor | Die Blütephase

Cannabis Outdoor anbauen Blütephase
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Für eine ertragreiche Ernte sind dicke und gesunde Cannabis Blüten die Vorraussetzung.

Zunächst einmal ist es wichtig zwischen saisonabhängigen Pflanzen und Auto-Pflanzen zu unterscheiden!

Während saisonabhängige Pflanzen die Blütephase einleiten, sobald sich die Tage in den Spätsommermonaten verkürzen, blühen Automatik-Pflanzen nach einigen Wochen automatisch und das unabhängig von der Jahreszeit.

Bei beiden Pflanzenarten ist es gleichermaßen wichtig, die Düngung an die Blütezeit anzupassen. Allgemein kann man sagen, dass der Stickstoffanteil während der Blüte verringert, und der PK-Anteil (Phosphor/Kalium) erhöht wird.

Was die Auswahl der Produkte, sowie die Düngemengen betrifft, so richtet man sich wieder an den eigenen Erfahrungswerten, Empfehlungen von Profis und den Angaben der Produkthersteller.

Schritt 3 – Cannabis Anbau indoor | Die Ernte!

Es ist so gut wie geschafft! Wenn bis jetzt alles gut gelaufen ist, befinden sich an den Pflanzen so einige dicke, duftende und mit Harzdrüsen überzogene Blüten. Damit nix mehr schief geht, während die Pflanzen auf ihren idealen Reifepunkt für die Ernte zusteuern, werden wir hier alle wichtigen Schritte einer erfolgreichen Ernte auflisten.

Erntezeitpunkt bestimmen

Wann wird Cannabis geerntet? Diesen Zeitpunkt genau zu bestimmen ist wohl der wichtigste Punkt des gesamten Ernteprozesses.

In den meisten Fällen möchte der Grower zu dem Zeitpunkt ernten, an dem der THC-Gehalt in den Blüten seiner Pflanze am höchsten ist.

In einigen Fällen verzichten Grower jedoch auf ein paar Prozent THC und ernten ihre Pflanzen etwas später, um so die Wirkung, also das High, nach eigenem Belieben zu steuern. Überzieht man nämlich den Erntezeitpunkt ein wenig, bewirkt man damit eine stärker narkotisierende Wirkung.

Cannabis Trichome

Unabhängig davon, wann ein Grower seine Cannabis Pflanzen am liebsten erntet, der richtige Zeitpunkt kann nur durch gute und genaue Beobachtung der Blüten bestimmt werden. Genauer gesagt, die Trichome (Harzdrüsen der Pflanze) gilt es zu Beobachten.

Um diese Trichome und deren optische Veränderungen besser verstehen zu können, empfiehlt es sich unbedingt unseren Beitrag Trichome bei Cannabis Pflanzen zu lesen! 

Die Färbung der Trichome gibt Auskunft über den aktuellen Reifestatus der Cannabis Blüte. Wer sich jetzt fragt, wie man so eine Cannabis Blüte am besten beobachtet, dem sei geraten sich ein entsprechendes Mikroskop anzuschaffen, welches für kleines Geld im Fachhandel erhältlich ist. Kein Grund jetzt zu wissenschaftlich zu werden, nur regelmäßige Beobachtung zählt! 

Der Ernteprozess 

Nachdem der optimale Erntezeitpunkt bestimmt wurde, kann die Ernte beginnen. Als erstes wird die Pflanze unten am Stiel abgeschnitten, oder wenn’s gut gelaufen ist, abgesägt. 

Jetzt geht um’s Trocknen der Cannabis-Blüten.

Hier gibt es zum einen die klassische holländische Variante, bei der die gesamte Pflanze einfach kopfüber, wie ein nasser Schlüppa, an einer Wäscheleine aufgehängt wird.

Sofern man nicht unter Zeitdruck steht, befreit man jedoch die Pflanze zuvor von größeren Blättern, an denen sich sowieso kein Harz befindet. 

Eine weitere, sehr verbreitete Methode, ist das Trocknen der Blüten in Etagennetzen. Im Gegensatz zur holländischen Variante, wird hier die Pflanze vor der Trocknung von allen Ästen und Blättern befreit. Logischerweise benötigt man hier die entsprechenden Netze, die ebenfalls im Fachhandel zu haben sind. 

Bevor wir jetzt mit dem Fachsimpeln beginnen, welche Variante die Bessere ist, möchten wir kurz auf den idealen Raum für die Blütentrocknung zu sprechen kommen. Folgende Eigenschaften sollte „Trockenkammer“ haben:

  1. Sie sollte dunkel sein, da fehlendes Sonnenlicht den Abbau des Chlorophyls einleitet. Dieser Vorgang ist besonders wichtig, da keiner Bock hat, sich später beim Dampfen die Lunge aus dem Hals zu röcheln. 
  2. Temperatur, hier besagt das Richtmaß; nicht unter 15° und nicht über 30°
  3. Die Luftfeuchtigkeit muss entweder durch Ventilation oder einen Luftentfeuchter reguliert werden und sollte nicht über 50% liegen.
  4. Auch die Geruchsentwicklung sollte beachtet werden. Damit uns das Projekt nicht auf den letzten Metern um die Ohren fliegt, empfiehlt es sich, neugierige Dritte vor dem intensiven Geruch des Zauberkrauts zu schützen. Dazu empfehlen wir einen Carbon- oder Ozonfilter. Von der Verwendung von industriellen Geruchsblockern, wie Räucherstäbchen etc. ist entschieden abzuraten. Die Blüten würden die Aromastoffe annehmen und warum das kacke wäre, muss wohl nicht weiter erklärt werden.

Kommen wir nun kurz auf die beiden gängigen Arten der Trocknung zurück. Die klassische, holländische Variante, bietet vor Allem den Vorteil der Zeitersparnis und eignet sich daher besonders für den kommerziellen Anbau. 

Die Trocknung in Netzen hingegen, verringert die Schimmelgefahr, da das Entfernen von Biomaterial die Luftzirkulation um die Blüten verbessert.

Die Trocknung dauert im Schnitt 7 – 14 Tage. Sobald die Blüten sich so anfühlen, wie man es von einer perfekten Blüte erwartet, ist die Trocknung beendet und wir kommen zur idealen Aufbewahrung. 

Die ideale Lagerung von Cannabisblüten entspricht im Allgemeinen der Lagerung von Zigarren. 

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